Links verbinden einzelne Webseiten und machen weiterführende Inhalte erreichbar. Bei einem Verweis auf ein anderes Webangebot hilft eine klare Kennzeichnung dabei, den nächsten Schritt einzuschätzen: Führt der Link innerhalb der aktuellen Website weiter oder öffnet sich eine externe Seite? Verständliche Linktexte und passende Hinweise unterstützen Menschen mit unterschiedlichen Seh-, Hör- und Lesefähigkeiten dabei, sich sicher zu orientieren.
Was einen externen Link verständlich macht
Ein Link sollte schon anhand seines Textes erkennen lassen, welches Ziel oder Thema sich dahinter verbirgt. Allgemeine Beschriftungen wie „Mehr“ sagen wenig aus, wenn sie außerhalb ihres Absatzes vorgelesen werden oder in einer Liste mehrerer Links erscheinen. Aussagekräftige Formulierungen bleiben dagegen auch in solchen Situationen nachvollziehbar. Der zusätzliche Hinweis, dass das Ziel zu einem anderen Webangebot führt, schafft eine klare Erwartung für den Seitenwechsel.
Die Information muss nicht in jedem Fall Teil des anklickbaren Textes sein. Ein kurzer Hinweis im umgebenden Satz kann genügen, sofern der Zusammenhang eindeutig ist. Bei besonders knappen oder mehrdeutigen Linktexten lässt sich die Zielbeschreibung auch direkt in die Beschriftung aufnehmen. Wichtig ist, dass die Information mit unterstützenden Technologien zugänglich bleibt und nicht allein durch Farbe, Position oder ein Symbol vermittelt wird.
Linktexte im Zusammenhang lesen
Screenreader können Links auf einer Seite gesammelt ausgeben. Deshalb sollte der Text eines Verweises möglichst auch ohne den Absatz verständlich sein. Gleichzeitig hilft der Satz rund um den Link dabei, seinen Zweck einzuordnen. In einem redaktionellen Abschnitt zu digitalen Angeboten kann die Formulierung bonus ohne einzahlung als konkreter Linktext stehen, während der begleitende Satz erklärt, dass der Verweis zu einem externen Webangebot führt.
Diese Kombination verbindet eine knappe Beschriftung mit einer Orientierung zum Seitenwechsel. Redaktionsteams können prüfen, ob der Linktext das Thema benennt und ob der Kontext die Beziehung zum übrigen Inhalt deutlich macht. Bei wiederkehrenden Verweisen lohnt es sich, ähnliche Ziele nach einem einheitlichen Muster zu beschriften. Das erleichtert die Orientierung, ohne alle Links gleich klingen zu lassen.
Neue Tabs und Fenster ankündigen
Externe Links öffnen sich nicht automatisch in einem neuen Tab. Wird diese Funktion bewusst eingesetzt, sollte der Seitenwechsel angekündigt werden. Ein knapper Zusatz wie „öffnet in neuem Tab“ beschreibt die konkrete Folge und lässt sich direkt am Link oder in seiner unmittelbaren Nähe platzieren. So können Nutzerinnen und Nutzer entscheiden, wie sie den neuen Inhalt in ihren Arbeitsablauf einordnen.
Für die Kennzeichnung eignen sich sichtbare Worte oder ein Symbol in Verbindung mit einer zugänglichen Textbeschreibung. Ein bloßes Symbol ist für manche Menschen nicht selbsterklärend; eine ergänzende Beschriftung macht seine Bedeutung nachvollziehbar. Wird auf neue Tabs verzichtet, genügt in vielen Fällen der Hinweis auf die externe Zielseite, sofern die Gestaltung und der Kontext den Wechsel verständlich machen.
Technische und visuelle Gestaltung
Externe Links sollten sich innerhalb des Textes zuverlässig erkennen lassen. Eine dauerhafte Unterstreichung und ein ausreichender Farbkontrast unterstützen die Wahrnehmung, auch bei verschiedenen Bildschirmgrößen und individuellen Seheinstellungen. Farbe allein sollte nicht die einzige Kennzeichnung sein. Tastaturbedienbare Links benötigen außerdem einen gut sichtbaren Fokus, damit die aktuelle Position beim Navigieren erkennbar bleibt.
Im HTML ist ein aussagekräftiger Linktext die Grundlage. Ergänzende Informationen zum externen Ziel können als sichtbarer Text im Umfeld des Links stehen. Wenn ein Symbol verwendet wird, sollte seine Bedeutung für assistive Technologien passend beschrieben oder das Symbol als dekorativ gekennzeichnet werden. Einheitliche Muster helfen dabei, solche Hinweise auf allen Seiten konsistent umzusetzen.
Prüfung im redaktionellen Alltag
Eine kurze Prüfung lässt sich in den Veröffentlichungsprozess integrieren: Sind Linktexte verständlich, wenn sie einzeln vorgelesen werden? Ist der Wechsel zu einer externen Website erkennbar? Wird ein neuer Tab angekündigt, falls er verwendet wird? Ergänzend kann die Seite mit Tastatur und Screenreader durchlaufen werden. Rückmeldungen aus der Nutzung zeigen, ob Hinweise an den passenden Stellen stehen und verständlich formuliert sind.
Barrierefreie externe Links entstehen durch das Zusammenspiel von präziser Sprache, zugänglicher Gestaltung und vorhersehbarem Verhalten. Wenn Ziel und Seitenwechsel knapp benannt sind, bleibt die Orientierung auch beim Übergang zwischen Webangeboten erhalten. Davon profitieren Menschen, die Inhalte mit Hilfstechnologien nutzen, ebenso wie alle, die sich schnell auf einer Seite zurechtfinden möchten.